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| so trostlos ist es hier momentan, wenn man aus dem Fenster schaut |
Sonntag, 24. Juni 2012
Blaulicht
Hi ihr Lieben,
zu berichten gibt es von hier momentan nicht gerade viel. Sehr erfreut bin ich über die Tatsache, dass seit Freitag endlich Ferien sind und natürlich darüber, dass Deutschland bislang eine tolle EM spielt!
Auch aus Langeweile haben Julian und ich bis jetzt fast jedes Spiel in einem Pub im Township angeschaut, in dem wir inziwschen schon bestens bekannt sind.
Die letzten Arbeitswochen waren eigentlich ganz nett, aber es ist eben seit 10 Monaten der gleiche Trott, sodass es einfach nicht mehr viel neues zu berichten gibt.
Letzten Donnerstag war ich dann noch ein letztes Mal dabei, als die Kinder nach Hause gefahren wurden. Fast 5 Stunden waren wir mit einem Bus voll von freudigen Kindern unterwegs, die wir alle auch an Recht guten Stellen in den jeweiligen Townships ablieferten.
Ein wenig "Abwechslung" hatten die letzte Wochen lediglich dadurch, dass Julian und ich einen üblen Magendarm Virus hatten. Vor allem Julian hatte es sehr übel erwischt...
Das einzig wirkliche Erlebnis der letzten Wochen, war erst vor kurzem. Am Freitag Abend feierten wir den grandiosen Sieg der deutschen Nationalmannschaft über die Griechen mit einem "Auto-Korso"! Das heißt Julian saß auf dem Auto und ich fuhr und hupte die ganze Zeit. Allerdings schien es Leuten in Moorreesburg nicht zu gefallen, uns so feiern zu sehen. Denn als wir schon auf dem Rückweg waren, hörten wir hinter uns plötzlich eine Polizeisirene und sahen Blaulicht. Und mir nichts dir nichts, waren wir von drei Polizeiautos eingekreist! Die nahmen das ganze in diesem Fall zwar noch sehr lustig, drohten uns aber deutlich an, uns beim nächsten Mal in den Knast zu stecken... "hilfe" =)
In ziemlich genau einer Woche werde ich schon auf meiner letzten Großen Tour in Afrika sein. Diesmal gehts nach Namibia und ich werde mit einer geführten Tour durch die Namib (eine der ältesten Wüsten der Welt) reisen.
Liebe Grüße und bis bald in Deutschland!
Theresa
Samstag, 9. Juni 2012
Sonntag, 3. Juni 2012
die vergangene Woche in Bildern
Samstag, 26. Mai 2012
Allein Allein...
Hallo
ihr Lieben,
hmm…
vielleicht sollte ich mir mal einen Standartsatz ausdenken, den ich dann an den
Anfang jeder Rundmail stelle, um mich zu entschuldigen, dass ich mal wieder so
ewig gebraucht habe, um mich zu melden. Oder ich lass es ab jetzt einfach…=)
lange ist es ja eh nicht mehr und von meinem Namibia Urlaub, der schon komplett
gebucht ist, werde ich ohnehin auf jeden Fall berichten. Leider geht es aber
erst in 5 Wochen los… Wahrscheinlich bekommt ihr in dieser Zeit ständig Rundmails
von mir, weil ich jetzt hier allein bin und mich zu Tode langweile. =)
So
aber jetzt mal wieder der Reihe nach: Wie ich ja am Ende meiner letzten
Rundmail schon angekündigt hatte, haben wir das darauffolgende Wochenende in
Stellenbosch verbracht. Es war sehr schön für eine längere Zeit vom Kinderheim
weg zu sein, aber es war manchmal auch echt etwas anstrengend, weil 5 Leute
manchmal einfach 5 verschiedene Meinungen haben. Richtig klasse war der
Samstagmorgen, als wir einen Markt besuchten, auf dem es Donauwelle und
deutsche Wurst gab… für ein Stündchen habe ich einfach mal vergessen, dass man
Geld auch wesentlich sinnvoller ausgeben kann. Auch unser Sonntag in Frachoek
war echt schön. Malerisch gelegen zwischen Bergen und Weinreben, erinnert
dieses Städtchen kaum noch an die hässlichen Südafrikanischen Kleinstädte.
Als
es danach wieder an die Arbeit ging, wurde mir bald klar, dass sich sehr viel
verändern würde und auch schon verändert hatte!
Sowohl
Tannie Sanet als auch Tannie Mariana waren weg und die neue Tannie Gertrud war
gekommen. Von ihren Ansichten her, sie hält die anderen Tannies für faule
Lästerschwester, denen die Kinder egal sind, finde ich sie echt super. Auch
dass sie nicht schlägt, ist ein echter Fortschritt für das Heim! Allerdings
recht problematisch ist die Tatsache, dass sie oft im Grunde gar nichts macht.
Sie bemängelt, dass es in Huis van Heerde immer nur darum geht, das alltägliche
zu bewältigen, kommt aber selbst noch nicht einmal mit dem Alltag klar. Die
Kinder machen kaum noch Hausaufgaben, wenn sie spielen muss man wirklich Angst
kriegen, dass das Haus gleich einstürzt und alle haben im Grunde völlig
aufgehört, darauf zu hören, wenn man etwas zu ihnen sagt.
So
kam es an einem Samstag, wir waren bei einem Beerdigungsgottesdienst für die
Mutter eines Mädchens, das bei mir im Haus ist, und Tannie Getrud schaffte es
nicht die Kleine Machell ruhig zu halten, was noch durchaus in Ordnung ist,
dachte aber auch überhaupt nicht daran einfach mit ihr aus der Kirche zu gehen.
So kam es, dass, nachdem Machell eine Viertelstunde munter gequatscht hatte,
Amanda sich sie Kleine schnappte und siehe da, sie war still. Gertrud regte
sich bei mir tierisch darüber auf, was ich auch verstehen kann, da Amanda ihre
Autorität vor allen Kindern völlig untergrub. Allerdings hat Gertrud, so wie
ich es bisher erlebt habe, auch einfach keine Autorität!
Die
andere große Veränderung ist, dass ich hier inzwischen allein bin! Julian wird
zwar wohl wieder kommen. Er ist momentan im Urlaub in Sambia, Zimbabwe und Tansania.
Aber
die drei Mädels, Nora, Sara und Mareike, haben das Projekt Huis van Heerde
letzten Donnerstag verlassen… ich kann die drei völlig verstehen, aber etwas
seltsam ist es doch hier als deutsche Freiwillige ganz allein zu sein!
Auch
bei Julian stand es lange zu Debatte nicht hier zu bleiben, sondern nach Hause
zu gehen. Ein Grund dafür war oder ist die Tatsache, dass er hier in
Moorreesburg überfallen wurde. Ihm wurde so ziemlich alles geklaut, was man
klauen kann, vor allem aber, wurde er von den Polizisten, die anschließend
kamen als „fucking white“ bezeichnet. Und sie meinte er sei ganz einfach selbst
schuld daran, dass das passiert sein! Als wir am nächsten Morgen bei der
Polizeidienstelle waren, erfuhren wir, dass die Polizisten den Vorfall am nächsten
Morgen nicht einmal gemeldet hatten!
Bis
jetzt ist Julians Plan, aber noch immer hier zu bleiben, was heißt, dass ich
ihn am Dienstag in einer Woche wieder am Flughafen abhole.
Letztes
Wochenende stieg hier dann noch die große Abschiedsparty! Wir hatten zunächst
eine Kuchen und Tanzstunde für die Kleinen organisiert… der Kuchen schmeckte
allen super und beim Topfschlagen stellen sie sich erstaunlich gut an!
Am
Abend ging es dann jedoch so richtig los! Wir hatten alle Tische aus dem großen
Saal geräumt, massenweise Popcorn gemacht (leider essen es hier alle salzig),
Cola gekauft, Discolichter installiert und natürlich gaanz viel Musik
zusammengestellt. Fast zwei Stunden lange tanzten die Kinder und sie tanzten
gut!! Irgendwann kamen auch die Tannies dazu und auch wenn am Ende der ganze
Boden mit Popcorn übersäht war, es war ein voller Erfolg!!
Für
die meisten war dann um 9 Uhr Schluss und nur für die größeren Mädels stieg
dann noch ein Sleepover. Wir holten alle unsere Matratzen, zogen uns um und
legten den ersten Film ein… Schon zu Beginn des zweiten Films schlief der ganze
Saal tief und fest, wir Volontäre eingeschlossen. =)
Am
nächsten Morgen schauten wir den Film zu Ende und schickten unsere Mädels dann
zurück in die Häuser.
In
der letzten Woche war ich dann leider ein kleines bisschen krank, es ist
inzwischen aber auch richtig unschön winterlich hier, und musste mich dann eben
am Donnerstag von den drei anderen verabschieden, nachdem ich schon am Sonntag
früh Julian zum Flughafen gefahren hatte.
Ihr
Lieben, es sind nicht einmal mehr 80 Tage und Deutschland hat mich wieder, oder
vielleicht sollte ich eher sagen, ich habe Deutschland wieder!
Liebe
Grüße,
Theresa
PS: Bilder drunter nicht übersehen!!=)
auf der Mess' - Stellenbosch&Franchoek - Party mit den Kindern
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| lange ist es her, wir als Nikoläuse |
| Sara und Jonie im Karussell |
| Monica und Taryn im Kettenkarussell |
| Machell und ich auf dem Pferdchen |
| Gruppenbild mit Nora und Mezanne |
| roooostiges Kettenkarussell |
| Sara, Mareike und ich |
| ich genoss den schönen Ausblick |
| Franchoek von oben |
| Gruppenbild in Stellenbosch |
| wie im deutschen Herbst |
| heiiiße Schokolade |
| das Krokodil... vom Nil |
| Machell und ich |
| Party mit den Kleinen |
| Paarty... |
| Mercia geht ab |
| Paaarty... |
| nur die Kleinen waren etwas irritiert |
| Sleepover |
| am Morgen danach |
| Gruppenbild von Haus 3 |
| Ganz Huis van Heerde |
Mittwoch, 25. April 2012
Von Urlaub bis Alltag und hoffentlich bald wieder zurück!
Ach
ihr Lieben und Deutschland und sonst wo auf der Welt,
ich
weiß ich habe ewig gebraucht, um mich mal wieder zu melden, aber seit der
Urlaub und auch das Zwischenseminar vorbei sind, ist alles wirklich noch
schwieriger, anstrengender und zäher geworden. Auch heute, ich wollte in aller
Ruhe meine Rundmail schreiben, habe ich eigentlich kaum wieder Zeit, denn
einmal abgesehen davon, dass es hier um mich herum hämmert wie blöd und ich
mich kaum konzentrieren kann, muss ich auch schon in 1,5 Stunden wieder
arbeiten.
So
geht das jetzt schon seit ich aus dem Urlaub zurück bin… während der
Arbeitszeit sitze ich oft herum, habe nichts zu tun und muss anhören, wie
Mariana mir erklärt, dass ich die Kinder, wenn sie böse sind, doch einfach so
mit zwei Fingern auf die Hand schlagen soll. Das sei völlig in Ordnung und auch
erlaubt. In der Zeit, in der ich aber eigentlich frei hätte, bin ich aber dann
immer eingebunden, fahren, aufpassen während eines Elternabends,… Wenn der Rest
hier stimmen würde und ich das Gefühl hätte, dass wir Freiwillige hier
überhaupt gewollt und geschätzt sind, wäre das auch in Ordnung und ich würde es
vielleicht auch gerne machen. Aber in der jetzigen Situation führt das einfach
nur dazu, dass ich immer müde bin, nie dazu komme Tagebuch zu schreiben, bei
jedem Film einschlafe und auch nur noch unregelmäßig, aber dafür völlig
ungesund esse…
Naja
gut… ich sollte vielleicht aufhören zu jammern und stattdessen einfach anfangen
von vorne zu erzählen.=)
Am
Wochenende bevor ich in Urlaub ging, kamen mal wieder zwei neue Freiwillige,
vom Chef groß als ganz anders und schon ausgebildet beschrieben… Die zwei sind
super nett, aber über diese Beschreibung mussten auch sie selbst einfach nur
lachen, denn sie sind genauso Freiwillige wie Nora, Julian und ich.
An
meinem letzten Arbeitstag kam dann zusätzlich zu den beiden Neuen auch noch
eine neue „Off-Tannie“! Sie gefiel mir richtig gut, was nur durch ihren doch
öfters wiederholten Satz „ich schlage freche Hintern“ getrübt würde. Da es der
letzte Freitag vor den Ferien war, bastelten wir mit den Kindern und
versteckten Sachen draußen, die sie dann suchen mussten. Es war ein schöner Tag
und im Grunde freute ich mich richtig auf die Zusammenarbeit mit ihr, denn für
mich in der Art völlig fremd, war sie auch die erste Tannie, die Kinder zum
Kuscheln auf den Arm nahm… Tja inzwischen ist Tannie Desi, aber leider schon
wieder weg… ihr wurde in Johannesburg deutlich mehr Geld geboten und außerdem
kann ich jeden verstehen, der dieses Kinderheim schnellst möglich verlassen
will!
Einen
kleinen Hoffnungskeim ließ sie jedoch bei uns zurück, sie erzählte, dass sie
plant, die kleine Shunay zu adoptieren, was wirklich super wäre, denn ansonsten
kommt Shunay wohl erst im Altern von 18 Jahren aus diesem Heim raus!
Momentan
ist die Tannie-Situation in meinem Haus recht interessant, denn Desi ist weg,
Marinana wird (HOFFENTLICH AUCH WIRKLICH) am Ende dieser Woche gehen und nunja:
Sanet wurde zu Beginn der Ferien suspendiert, da sich ein Kind sehr heftig über
sie beschwert hatte.
Ihr
hört also richtig: Mariana, die ein Kind fast im Pool ertrinken ließ, kündigte,
wir vermuten aber, dass da etwas nachgeholfen wurde und Tannie Sanet wurde
fristlos entlassen. Es bewegt sich also tatsächlich etwas seit der neue Chef da
ist, aber bis jetzt gibt es auch noch keinen Ersatz, sodass ich doch sehr
gespannt bin, mit dem wem ich dann nächste Woche zusammen arbeiten werde.=)
Bevor
ich nach all diesen Nachrichten dann endgültig in den Urlaub verschwinden
konnte, hatte der Chef noch eine ganz schreckliche Nachricht für mich bereit
„stehen“: Nora und ich müssen umziehen! Das heißt inzwischen sind wir bereits
umgezogen. Wir wohnen nun zusammen mit Julian und den anderen beiden Mädels in
Haus 1 und erfreuen uns zwar daran, wieder eine Dusche zu haben, müssen uns
aber jetzt ein Zimmer teilen, was für mich nicht ganz einfach ist, da ich
eigentlich immer früher schlafe als Nora.
Einmal
abgesehen davon, dass ich das Safety Haus wirklich sehr vermisse, muss ich
zugeben, dass ich dem Chef nicht wirklich vorwerfen kann, dass wir ausziehen
mussten, denn kein Freiwilliger kann verlangen eine ganze Wohnung zu haben.
Was
aber sowohl Nora und ich als auch Julian dem neuen Chef vorwerfen können, ist
die Tatsache, dass er ohne uns darüber zu informieren in unseren Zimmern war
und die Räumlichkeiten sogar fremden Menschen gezeigt hat! Er hat sogar direkt
davor bei mir den Schlüssel geholt, dabei aber nicht etwa gefragt, ob es in
Ordnung sei, wenn er in unsere Räume geht, sondern vielmehr etwas in die
Richtung gebrabbelt, von wegen er müsse einen Ersatzschlüssel machen!
In
Julians Fall drohte er sogar an, er würde seine Sachen umräumen, wenn Julian
das nicht machen würde. Er sagte das aber keineswegs zu ihm, er war nämlich in
Urlaub, sondern einfach nur uns (Nora und mir).
Nachdem
ich eine Nach über diese „Scheiß-Nachricht“ geschlafen hatte, ging‘s dann zum
Glück ab in den Urlaub! Ich musste zwei Stunden lang auf den Intercape
Sleepliner warten, war aber immerhin auch per SMS in der Nacht zuvor
benachrichtig worden, und war dann endlich unterwegs nach Cape Town!
Mit
dem Mini-Bus Taxi ging‘s dann vom Hauptbahnhof in CT aus zum meinem Hostel, das
fast direkt am Strand lag.
Die
ganze Woche über war ich nur damit beschäftigt, zu lesen, zu schlafen, zu
kochen, am Strand zu sitzen (zum Baden war‘s leider zu kalt) und den
Sonnenuntergang zu genießen und in Kapstadt shoppen zu gehen!
Ich
genoss meinen Urlaub sehr, merkte aber, dass ich sehr lange Zeit brauchte um
überhaupt etwas entspannen zu können.
Als
dann Nora nach einer Woche zurück aus dem Urlaub mit ihrem Freund kam, war ich
froh auch wieder jemanden zum Quatschen zu haben, denn ich hab schon einfach ne
große Klappe.=)
Zusammen
mit ihr ging ich dann zum Zwischenseminar, das ebenfalls in Kapstadt stattfand
und auf dem wir auf die zwei Mädels aus der Einführungswoche trafen! Das
bedeutete schon von vorne herein ganz viel Spaß und Lachen, was Nora und mir
echt gut tat!
Wir
redeten sehr viele über die Projekte und vor allem auch über die Probleme, aber
wir lachten eben auch total viel und ich konnte ganz viel Energie und Power
tanken. Schön war auch, dass wir uns so gut mit der Leiterin des Seminars
verstanden und außerdem auch noch ein paar Ausflüge machten.
So
wanderten wir am ersten Tag auf den Nordhoek Peak, von dem man eine herrliche
Aussicht auf den Atlantik hat, besichtigten das Castle of Good Hope (das
Älteste von Einwanderern erstellte Gebäude) und machten bei einer Führung durch
ein Gartenprojekt in verschiedenen Townships mit. Mit finanzieller Hilfe legen
Bewohner der Townships zusammen mit anderen einen großen Garten, sowohl für die
eigene Nutzung, als auch zum Vertrieb, in einer Art eigenem Großmarkt, an! All
das Gemüse wird einmal in der Woche zusammengebracht und dann in Form von
Gemüsekisten verkauft.
Leider
ging das Seminar viel zu schnell vorbei und nachdem wir uns zusammen mit den
zwei anderen Mädels noch ein Kinderheim im Township im Kinderheim angeschaut
hatten, fuhren wir „heim“ nach Moorreesburg!
Nach
Ostern, wir färbten sogar Eier und ich backte einen Zopf, war dann leider der Umzug in unser neues Heim
im Heim angesagt…=(
Als
auch die letzten freien Tage vergangen waren, hieß es für mich: zurück an die
Arbeit und auch wenn ich mich nicht so sehr, wie nach Weihnachten, darauf
freuen konnte, hatte ich doch noch reichlich Motivation durch das
Zwischenseminar.
In
der ersten Woche war auch noch alles ganz in Ordnung, vor allem freute ich mich
diebisch darüber, wieder eine Kleine im Haus zu haben! Machell ist zwar „schon“
1,5 Jahre alt und was Sprechen und Laufen betrifft auch richtig gut dabei, aber
sie ist noch ziemlich klein und zuckersüß!=)
Die
Woche war überstanden und das Wochenende stand vor der Tür! Mit unserem eigenen
Geld hatten wir für die Mädels aus unseren beiden Häusern einen Ausflug in den
Zoo in der Nähe von Kapstadt geplant. Wir hatten alles von Essen bis Baggie
(für die Kleine) selbst organisiert und zahlten, wie schon erwähnt, auch alles!
Der
Preis für all das war aus unserer Sicht, dass wir an diesem Tag auch selbst
über das, was mit den Kindern geschieht, bestimmen dürfen. Und genau daran
scheiterte das gesamte Wochenende! Die Tannies zerschmetterten unsere Ideen von
Gruppenbildung, ließen die großen nicht alleine herum laufen, motzten über meine
Art zu fahren und machten mit lauter Kleinigkeiten den gesamten Tag kaputt!
Nach
diesem Tag fragte ich mich, warum ich denn jemals auf einem Zwischenseminar,
wenn die Motivation den Kindern auch mal etwas anderes zu zeigen, schon an
einem einzigen Tag zerstört werden kann?!
Ich
fühlte mich schon wieder fast so tief und, wie noch vor den Ferien und konnte
in der folgenden Woche nur mit Mühe einfach alles von Tag zu Tag leben.
Am
folgenden Samstag ging es dann leider genauso weiter! Zuerst waren wir mit den
Kids auf dem Rummel, was im Vergleich zum ersten Mal echt cool war, da sie eine
Stunde lang freie Fahrt hatten!
Allerdings
war das Rugbyspiel, das wir uns danach anschauten, einfach nur schrecklich! Die
kleinen Kinder durften nicht bei uns sitzen, die Kinder durften nicht mit
unseren Haaren spielen, obwohl wir damit kein Problem haben und sowieso mussten
alle Kinder von 1,5 Jahren bis zu 15 Jahren 3 Stunden lang still auf der
Tribüne sitzen! Sollte so ein Tag für Kinder aussehen?
Am
letzten Sonntag taten wir uns dann selbst etwas Gutes, wir gingen ein letztes
Mal in den West Coast National Park und lösten Noras Geburtstagsgutschein ein,
indem wir dort im Restaurant essen gingen.
So
genug gejammert, genug geschrieben! inzwischen ist alles wieder ein bisschen
besser, es gab Gespräche mit dem Chef und morgen ist DEFINITIV Marianas letzter
Tag!=) Danach werde ich feiern und das Wochenende mit den 4 anderen
Freiwilligen in Stellenbosch, Südafrikas älteste Universitätsstadt, verbringen!
Zum
Schluss noch eines Sache, die an sich zwar sehr traurig ist, die mir aber auch
zeigt, dass es wichtig ist, hier zu sein.
Wir
haben in unseren Gruppenstunden mit den Kindern „Die Welt durchgenommen“: Die
11-jährige Rosalyn schätzte den Abstand von Deutschland nach Südafrika auf 291
Kilometer!
Liebe
Grüße und einen schönen Frühling, ich bin neidisch hier wird’s jetzt kalt und
ungemütlich…=)
Theresa
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